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Adventsträumen

Das erste Mal eine Kerze im Advent anzünden, in Ehrfurcht vor dieser Zeit mit soviel Stille, Licht, aber auch Schatten. Es ist soviel anders, wenn ich eine Kerze im Herbst anzünde, fast, als wenn Kerzen eigentlich erst im Advent wirklich leuchten möchten. Die erste Dezember-Kerze ist wie eine Ahnung dessen, dass dieses Jahr nicht mehr lang sein wird und im flackernden Schein der kleinen Flamme nun ein Rückblick beginnen kann. Ein Rückblick auf all die Freude, die dunkleren Momente und all die Jahreszeiten, die wie im Flug vergangen sind. Andächtig das Feuer beobachten, in der Gewissheit, dass in dieser Zeit Schweigen die Tiefe der Gedanken verstärkt, dass nicht immer etwas gesagt werden muss. Ruhe und Wärme umhüllen mich, lassen all die Geschehnisse des Jahres wie einen Traum erscheinen, fern und doch gleichzeitig ganz nah.
Ist all das wirklich passiert?

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